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Buchempfehlung


Buchempfehlungen von unserer Buchhändlerin Ingrid

David Benioff "Stadt der Diebe"
"... wenn du über Leningrad sprechen willst, dann sprechen wir über Leningrad..."
"... zum ersten Mal in meinem Leben hörte ich meinen Großvater fluchen und offen über Sex reden. Er sprach über seine Kindheit, über den Krieg, über die Ankunft in Amerika. Aber vor allem sprach er über eine Woche im Jahr 1942, die erste jenes Jahres, die Woche, in der er meiner Großmutter begegnete, seinen besten Freund gewann und zwei Deutsche tötete..."
Dieses Buch erzählt die Geschichte dreier Menschen, die mitten im Kriegsgeschehen in ein Abenteuer geraten. David Benioff erzählt brilliant die kleinen, absurden, tragischen, fröhlichen und vollkommen realistischen Randgeschichten, die während dieser Zeit stattfinden konnten.
In jeder großen Geschichte gibt es tausend Kleine. David Benioff erzählt sie meisterhaft.



Christine Gräfin von Brühl "Noblesse Oblige"
Trotz der gesellschaftlichen Umbrüche Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts, trotz der Abschaffung der adligen Privilegien und der Adligkeit selbst: Der Adel existiert!
Ob reich, ob arm, ob in einem Schloss, Landgut oder einer kleinen Mietwohnung, er gleicht sich in jedem Land, in jeder Sprache. Christine Gräfin von Brühl ist eine von ihnen und spricht in diesem aufschlussreichen, interessanten Buch unverblümt über die ungeschriebenen und geschriebenen Gesetze des adligen Lebens.
Adlige leben nach eigenen Spielregeln: So zum Beispiel gilt es als durchaus ungebührlich unter Stand zu heiraten, denn was die richtige Verbindung ist, steht im "Gotha", dem genealogischen Handbuch der adligen Abstammung. Rauschende Bälle, bei denn fast ausschließlich Walzer getanzt wird, sind auch bei knappem Budget empfehlenswert, um die sozialen Kontakte untereinander nicht zu verlieren. Genauso wichtig ist eine zahlreiche Nachkommenschaft, die dann wieder standesgemäß laut "Gotha" zu verheiraten ist.
Denn was sich echter Adel nennt, dem steht die Familie, die Abstammung und die Erhaltung dessen über allem.


Titania Hardie "Das Labyrinth der Rosen"
Versteckte Dokumente, die schon seit Jahrhunderten im Besitz der Familie sind, direkte Verbindungen bis hin zu Giordano Bruno und William Shakespeare, dazu noch eine Sekte mit christlichem Hintergrund, die der Familie nachsetzt. Dieses Buch ist von der ersten Seite an spannend und faszinierend, sehr gut recherchiert und ein richtiger Augenschmaus. Wer Umberto Ecos "Das foucaultsche Pendel" schätzt, wird dieses Buch lieben.



Brian D'Amato " 2012 Das Ende aller Zeit"
Jed DeLanda ist ein Addierer, ein Nachfahre der Maya, der mithilfe eines uralten Brettspiels die Zukunft deuten kann. Doch was passiert im Jahre 2012?
In dem Jahr, in dem die Maya das Ende der Zeit vorausberechnet haben? Um das herauszufinden muss Jed sich zurück in die Vergangenheit begeben, in die Zeit der mayanischen Hochblüte. Dort will er das Spiel mit neun Steinen lernen und so den Untergang der Welt verhindern.
Doch erwacht er in einem falschen Körper und alles wird um einiges komplizierter ...
Auf der Basis fundierter Studien über die fasziniernde Kultur der Maya entwirft Brian D'Amato ein futuristisches Endzeitszenario, das in seiner Aktualität besticht.


Buchempfehlungen von unserer Buchhändlerin Bettina

Tom Binding "Cliffhanger"
Eine sehr schwarze, bissige Story die damit beginnt, daß Al Greenwood (unser Hauptdarsteller) seine Angetraute loswerden möchte und sie bei der nächsten günstigen Gelegenheit über die Klippen stößt. Als er von dieser Tat nach Hause kommt räkelt sich seine Holde jedoch genüßlich vor dem Kamin.
Damit fangen die Probleme an: wen hat er über die Klippen geschupst, wer hat ihn möglicherweise dabei gesehen, wo ist seine uneheliche Tochter und  gibt es doch noch eine Gelegenheit seine ungeliebte Ehefrau aus dem Weg zu räumen. Ein bitterböser und dennoch spannender Roman, den man nur jedem raten kann.




Joy Fielding "Die Katze"
Charley Webb ist eine Kolumnistin in Florida, die vor nichts haltmacht. Ob Intimwaxing oder Tupperware-Partys mit Sexspielzeug alles wird von ihr ausprobiert und sonntäglich in ihrer Kolumne veröffentlich. Dass sie dadurch nicht nur Bewunderer hat ist wohl klar. Als die Mutter von zwei Kindern aber die Möglichkeit bekommt über Jill Rohmer, eine kaltblütige, verurteilte Kindermörderin ein Buch zu schreiben, bringt sie dadurch sich und ihre Familie in Gefahr.
Klingt zwar alles schon etwas bekannt, aber Joy Fielding ware nicht sie selbst, wenn sie sich nicht einen perfiden Plan erdacht hätte, der uns immer mehr in die Welt von Charley hineinzieht. Spannung pur und immer wieder überraschende Wendungen erwarten Sie.





Isabell Allende "Das Siegel der Tage"
Wieder ein sehr persönliches Buch von Isabell Allende. Nach dem Roman "Paula" erzählt sie uns nun, wie sehr sich ihr Leben geändert hat.
Ein schöner Roman zum Lachen und zum Weinen, der spannend und manchmal tiefgründig ist, wie das Leben selbst.




Ken Follett "Die Tore der Welt"
Die langersehnte Fortsetzung von "Die Säulen der Erde"spielt 200 Jahre später ebenfalls im Ort Kingsbridge. Die Nachkommen des Kathedralenerbauers Jack Builder stehen diesmal im Mittelpunkt des Geschehens und befinden sich schnell in einer Welt voller Intriegen und Schicksalsschlägen.
Nachdem die Kinder Merthin, Caris, Gwenda und Ralph bereits in Kindheitstagen Zeugen eines Überfalls bei dem sie zum Schweigen verurteilt werden, folgen weitere Intrigen und Morde, selbst die Pest sucht unsere Helden heim. Durch die Dichte der Geschehnisse und seine detaillierte Beschreibung der Charaktere fällt es einem schwer eine Lesepause einzulegen.

Für alle Leser, denen historische Romane gefallen ein absolutes Muss!




Brigitte Riebe "Die Hexe und der Herzog"
Und morgen sollst du brennen!

Lena ist einem Geheimnis auf der Spur und setzt daher alles daran in der Küche des herzoglichen Haushaltes zu arbeiten. Bald schon kocht sie sich in die Herzen des Herzogs und seiner jungen Gemahlin und schafft sich damit einige Feinde.
Auch Lenas verwitwete Tante Els mit ihrem autistischen Sohn Sebi ist mit dem gutgehenden Gasthaus und der Poststation dem Neid von Konkurrenten und der Anfeindung von ihren Mitmenschen ausgesetzt. Auch das hervorangendes Kräuterwissen wird ihr vorgeworfen. Eine denkbar schlechte Zeit dafür, denn Heinrich Kramer, Verfasser des "Hexenhammers" ist gerade in Innsbruck, um die Hexen auzurotten und fordert die Bewohner zur Denunziation auf.

Boshafte Weiber und verbohrte Kirchenleute, aber auch eine detailgetreue, durch Fakten unterstütze Einsicht in das Leben in Innsbruck und am Herzog Sigmunds Hofe erzählt uns Brigitte Riebe in diesem hervorragenden Historischen Roman.






weitere Buchempfehlung

Martin Pezzei - Karl Gruber "Papst Benedikt XVI. in Südtirol"

Ein sehr schöner Fotoband über den Papst-Urlaub in Brixen. Die vielen Fotos zur Erinnerung an das große Ereignis sind in chronologischer Reihenfolge und von Karl Gruber textlich gut unterstützt.
Natürlich sind auch die Predigten von Bischof Wilhelm Egger, sowie die Ansprachen von Papst Benedikt XVI. in den drei Landessprachen (wie von ihnen vorgetragen) enthalten. Über 200 Seiten Dokumentation über den Urlaub des heiligen Vaters in Brixen sollte sich niemand entgehen lassen.

Die letzten Seiten wurden unserem früh verstorbenen Diözesanbischof Wilhelm Egger gewidmet. Zahlreiche Kondolenzschreiben und Fotos der Beerdigung schließen das Buch ab.

 


 
 
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